Dr. Olivier Ameisen hat ein gänzlich neues Modell zur Suchtbehandlung erprobt und vorgestellt — keine Verminderung, sondern die vollständige, schnelle und mühelose Unterdrückung des Craving und anderer Symptome der Abhängigkeit durch eine Therapie mit hoch dosiertem Baclofen.

Olivier Ameisen wurde 1953 in Paris geboren und zog 1983 nach New York, um dort als Kardiologe am renommierten New York Hospital and Cornell University Medical College (jetzt New York-Presbytarian Hospital and Weill Cornell Medical College) zu arbeiten, wo er sich habilitierte. Später eröffnete er zusätzlich eine florierende Privatpraxis. Als aktiver Mitarbeiter der kardiologischen Forschungsgemeinschaft am New York Hospital war er Koautor von 16 wissenschaftlichen Aufsätzen über die Erforschung von Erkrankungen der Herzkranzgefäße und verwandte Themen, die in führenden medizinischen Fachzeitschriften publiziert wurden.


Olivier Ameisen litt schon früh unter chronischen Angstzuständen und Panikattacken, die weder durch Medikamente noch durch Therapien in den Griff zu bekommen waren; nur der Alkohol schien Erleichterung zu bringen. Als er in den 1990er-Jahren zum Alkoholiker wurde, schloss er freiwillig seine Praxis und widmete sich vornehmlich der Behandlung seiner Krankheit, indem er alle gängigen Therapieformen an sich selbst testete — einzeln, in Kombination und unter ärztlicher Aufsicht. Doch nichts half.

Die Nachricht, dass in einer Reihe von Versuchen, bei denen suchtkranken Tieren hoch dosiertes Baclofen verabreicht wurde, das Verlangen nach dem jeweiligen Suchtmittel (Alkohol, Amphetamin, Kokain, Nikotin und Opiate) unterdrückt wurde, ließ ihn vermuten, dass diese offensichtlich das Craving unterdrückende Nebenwirkung des längst etablierten Muskelrelaxans Baclofen auch beim Menschen auftreten könnte. Zudem fand er heraus, dass dieses Medikament nicht nur frei von schädlichen Nebenwirkungen ist, sondern bereits seit Jahren in der Neurologie als harmloses und sicheres Medikament erfolgreich verschrieben wurde.

Im Selbstversuch wurde seine Annahme sogar noch übertroffen: Er kam zu dem Schluss, dass hoch dosiertes Baclofen einen suchtkranken Menschen in Gänze von seiner Abhängigkeit befreien kann. Seine im Selbstversuch gewonnenen Erkenntnisse veröffentlichte er daraufhin unter vollem Namen als Fallbericht in der medizinischen Fachzeitschrift Alcohol and Alcoholism. In den Jahren seit der Veröffentlichung dieses Artikels ist es einer stetig wachsenden Anzahl von Patienten, die unter ärztlicher Aufsicht und unter Berücksichtigung seines Behandlungsprotokolls Baclofen eingenommen haben, gelungen, sich vollständig von ihrer Sucht zu befreien. Bis heute wurden beinahe einhundert solcher Fälle von Wissenschaftlern und Ärzten dokumentiert.

Olivier Ameisen widmet sich auch weiterhin der Suchtbehandlung sowie einer vertieften Erforschung von Baclofen und dessen Wirkungsweise. Er veröffentlichte sechs unabhängig begutachtete wissenschaftliche Aufsätze zum Thema Sucht in Publikums- und Fachzeitschriften wie Alcohol and Alcoholism, CNS Drugs, The Journal of the American Medical Association und The American Journal of Drug and Alcohol Abuse.

Derzeit hat er eine Gastprofessur an der State University of New York und lebt in New York und Paris.

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